Wer für eine Versicherung tätig ist und Kundenbesuche mit seinem eigenen Pkw zu erledigen hat, darf seine Kilometer als Reisekosten statt der Entfernungspauschale steuerlich geltend machen, also quasi verdoppeln. 

Der BLB-Tipp:   Da diese günstige Berechnungsmöglichkeit für viele Berufsgruppen nicht erlaubt ist, für manche aber doch, besteht im Zweifelsfall Beratungsbedarf.

Wer mit Aktien handelt, macht Gewinne oder Verluste. Verkauft man ein beinahe wertlos gewordenes Papier, können die Transaktionskosten höher sein als der Wert dieser Aktie. Bisher war der Verlust in solchen Fällen steuerlich wertlos.

Der BLB-Tipp:    Der Bundesfinanzhof hat dazu ein Urteil gefällt, das aufhorchen lässt. Betroffene haben nun gute Chancen, die hohen Verluste, die sie bei solchen Verkäufen einfahren, steuerlich geltend zu machen. Wir helfen dabei gern.
 

Wer sein Arbeitszimmer steuerlich geltend macht, legt die Kosten der gesamten Wohnung anteilig auf die Quadratmeter des Arbeitszimmers um. Dies gilt einem aktuellen Urteil zufolge leider nicht für Renovierungskosten von Bad und Flur.

Der BLB-Tipp:  In der Rechtsprechung zum Thema Arbeitszimmer geht es hin und her, wie man dem nächsten Tipp entnehmen kann. Man sollte die Gerichtsurteile dazu also stets im Auge haben – oder seinem steuerlichen Berater vertrauen.

Wer sein Arbeitszimmer nur hin und wieder beruflich nutzt, dem verweigert das Finanzamt die steuerliche Anerkennung gern mit der Begründung, das Arbeitszimmer sei nicht erforderlich, für beruflichen Kleinkram reiche der Tisch im Wohnzimmer.

Der BLB-Tipp:   Das muss man sich nach einem neuen Urteil des Bundesfinanzhofs nicht gefallen lassen. Auf die Erforderlichkeit kommt es nicht an, sagen die Richter.
 

Der Erwerb eines Titels kann mit persönlichen Eitelkeiten oder beruflichen Pflichten zu tun haben bzw. dazu dienen, höhere Einnahmen zu realisieren. Das Finanzamt unterstellt gern rein private Motive und lehnt die Anerkennung der Kosten ab.

Der BLB-Tipp:   Einem aktuellen Urteil zufolge kann sich eine Einzelfallbetrachtung durchaus lohnen. Wenn glaubhaft gemacht wird, dass eine Habilitation oder eine Dissertation beruflich begründet war, ist die steuerliche Anerkennung möglich.
 

Wer für private Pflege Geld erhält, muss es nicht versteuern. Das gilt nicht nur für Angehörige, sondern auch für in den Haushalt aufgenommene Pflegekinder und sogar dann, wenn man mehrere Kinder betreut und pflegt und von dem Geld lebt.

Der BLB-Tipp:    Lebt ein Ehepaar mit Pflegekindern allein von den Pflegegeldern und lässt sich dabei durch eine Teilzeitkraft unterstützen, fällt auch noch keine Steuer an. Anders sieht es erst aus, wenn eine Vollzeitkraft einbezogen wird.