Gefälschte E-Mails
Seit ein paar Wochen werden von Betrügern E-Mails versendet, die angeblich vom „Bundesministerium für Finanzen“ stammen und über eine Steuerrückerstattung informieren. Für die Überweisung soll man seine Kontodaten eingeben.

Der BLB-Tipp:   E-Mail löschen, denn die Finanzverwaltung versendet grundsätzlich keine derartigen E-Mails und fordert auch nicht dazu auf, sensible Daten zu posten.

Beteiligung am Dienstwagen
Beteiligt sich ein Arbeitnehmer an den Anschaffungskosten für einen Dienstwagen, den er für seine Dienstfahrten und auch privat nutzen darf, so verringert sich die steuerliche Belastung für ihn über mehrere Jahre.

Der BLB-Tipp:    Wer bisher davon Abstand hielt, einen Dienstwagen zu fahren, da er den Vorteil ja versteuern muss, könnte dies interessant finden: Statt selbst ein Auto zu kaufen, dem Chef etwas dazu zahlen und keinen Wertverlust einfahren.

Abfindungen so oder so besteuern
Wer eine Abfindung erhält, weil er sein Dienstverhältnis vorfristig beendet, kann mit der Besteuerung derselben sparen oder draufzahlen. Wichtig ist, dass das Geld als Einmalzahlung erfolgt und eine Zusammenballung von Einnahmen gegeben ist.

Der BLB-Tipp:    Da letzteres, um Nachteile zu vermeiden, genau zu berechnen ist, empfiehlt sich die Inanspruchnahme steuerlicher Beratung vor der Unterschrift.

Unterhalt nicht rückwirkend
Wer einen Familienangehörigen, z. B. ein großes Kind, das studiert, zu unterstützen hat, kann seine Zahlungen nur für die Gegenwart und die nahe Zukunft geltend machen. Es macht steuerlich keinen Sinn, im Nachhinein zu überweisen.

Der BLB-Tipp:  Beginnen Sie mit den Überweisungen in dem Monat, in dem die Bedürftigkeit beginnt, im Folgejahr dann gleich im Januar. Warten Sie keinesfalls länger als 3 Monate mit der nächsten Zahlung.

Steuer nach dem Tode
Ist jemand gestorben, lebt manchmal seine Steuerpflicht weiter. Die Witwe oder der Witwer kann zwischen gemeinsamer und Einzelveranlagung wählen, was Vor- und Nachteile mit sich bringen kann. Gab es bei dem und der Verstorbenen einen Verlustvortrag aus dem Vorjahr, müssen die Erben gefragt werden.

Der BLB-Tipp:   Wer gerade in tiefer Trauer lebt, sollte sich nicht mit steuerlichen Fachtexten belasten. Das sollte er besser dem Lohnsteuerhilfeverein überlassen.

Änderung kommt von selbst
Nachdem der Bundesfinanzhof letztes Jahr entschieden hat, dass die steuerliche Berechnung außergewöhnlicher Belastungen zugunsten der Betroffenen zu ändern ist, beginnen die Finanzämter nun damit, ältere Steuerbescheide zu korrigieren.

Der BLB-Tipp:    Abwarten, nichts tun. Wenn bei Ihnen vor 2017 z. B. Kosten für Heilbehandlungen und Medikamente, Zahnarzt oder Brille steuerlich berücksichtigt wurden, werden Sie vermutlich bald den einen oder anderen neue Steuerbescheid im Briefkasten und noch eine kleine Steuererstattung auf dem Konto finden.