Eben noch Aktionär, auf einmal aber der Dumme - so kann es kommen, wenn eine Aktiengesellschaft untergeht und deren Aktien plötzlich - bildlich ausgedrückt - das Papier nicht mehr wert sind, auf dem sie gedruckt wurden.

Der BLB-Hinweis:  Wir beobachten die Rechtsprechung, da zurzeit noch unklar ist, ob ein steuerlich wirksamer Verlust entstanden ist oder nicht. Sollten Sie betroffen sein, halten wir Ihren Fall so lange offen, bis der BFH die Sache entschieden hat.
 

Im Zusammenhang mit einer Scheidung wird auch der Versorgungsausgleich fürs Alter geregelt. Möchte man da eine Betriebsrente ausklammern, können sich beide Seiten auf eine Ausgleichszahlung einigen, was ggf. für beide von Vorteil ist.

Der BLB-Tipp:  Derjenige, der die Zahlung leistet, sollte prüfen, ob er die Ausgabe steuerlich bei seinen Werbungskosten geltend machen kann. Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat kürzlich entschieden, dass das möglich ist.
 

Beamte haben es gut, behaupten manche. Selbst wenn sie gestorben sind, wird ihnen bzw. der Witwe oder dem Witwer vom Staat noch Geld nachgeworfen. Das sog. Sterbegeld soll die plötzliche Härte abfedern und das Begräbnis ermöglichen.

Der BLB-Hinweis:    Noch ist nicht 100-prozentig geklärt, ob dieses Sterbegeld steuerfrei oder doch vom Empfänger wie Arbeitslohn zu versteuern ist. Gern helfen wir Betroffenen, ihren Fall bis zur endgültigen Klärung offen zu halten.
 

Wer sein Haus oder seine Wohnung vermietet hat und gewinnbringend verkauft, bevor es ihm zehn Jahre gehört hat, muss seinen Gewinn versteuern. Anders sieht es aus, wenn er die Immobilie selbst bewohnt hat.

Der BLB-Tipp:   Es kommt allerdings auch vor, dass man sein Wohneigentum zwar überwiegend selbst bewohnt, jedoch auch kurzzeitig vermietet hat. Das ist unter Umständen unschädlich. Lassen Sie sich beraten.
 

Bei beruflich veranlassten Umzügen kann man mit allerlei Kosten Steuern sparen, z. B. mit denen für den Makler oder die Spedition und mit der doppelten Miete.  Auch Taxi-Fahrten für die Wohnungssuche kommen neuerdings in Betracht.

Der BLB-Tipp:   Lassen Sie sich – am besten vor dem Umzug – steuerlich beraten. Das gilt auch für private Umzüge. Da sind die Steuerersparmöglichkeiten zwar nicht so üppig, unser Mitgliedsbeitrag sollte jedoch allemal wieder „rein kommen“.
 

Erhöhte Lebensmittelkosten, die durch Heißhungerattacken bei Bulimie-Patienten anfallen, sind steuerlich keine außergewöhnliche Belastung. Begründung eines Richters: Lebensmittel sind keine Arzneimittel und abnormes Essverhalten bewirkt keine Heilung, sondern ist ein Symptom der Krankheit.

Der BLB-Tipp:    Ebenfalls oft kostenträchtig, aber - zumindest steuerlich - nicht wirkungslos, sind unter Umständen diverse Behandlungskosten, die bei Ärzten und Heilpraktikern anfallen.