Wie das Finanzgericht Hamburg jüngst geurteilt hat, sind die Kosten, die bei der Beseitigung von Marderschäden und Mardergestank am und im Haus entstehen, steuerlich nicht als außergewöhnliche Belastung absetzbar.

Der BLB-Tipp:  Die Vergrämung von Mardern und die Beseitigung der Schäden und sonstigen Hinterlassenschaften der Tiere sollte man Profis überlassen. Und deren Rechnung gehört dann als haushaltsnahe Dienstleistung in die Steuererklärung.

Anspruch auf Kindergeld besteht für ein nachweislich behindertes Kind über das 25. Lebensjahr hinaus auch dann, wenn die Kindergeldkasse das Kind nach eigenen Erkenntnissen für erwerbsfähig hält.

Der BLB-Tipp:    Die Behinderung muss aber vor Vollendung des 25. Lebensjahres festgestellt worden sein. Das gilt auch dann, wenn die Behinderung durch einen von Geburt an bestehenden genetischen Defekt ausgelöst wird.
 

Wer die Kosten und Folgekosten für den Umzug eines nahen Familienangehörigen übernimmt, der vom Ausland nach Deutschland übersiedelt, kann diese steuerlich geltend machen, sofern sie zwangsläufig entstanden sind. 

Der BLB-Tipp:   Zu beachten sind dabei jedoch die Vermögensverhältnisse der unterstützten Person und die eigene Zumutbarkeitsgrenze. Ob sich das letztendlich also steuerlich wirklich rechnet, können Sie gern von uns ermitteln lassen.
 

Wer etwas erbt, hat in der Regel etwas davon. Anders sieht es bei Verlusten aus, die bereichern einen kaum. Hat der Erblasser aber Verluste bei seiner Vermietung vererbt, dann könnte man diese Verluste vielleicht in der eigenen Steuererklärung unterbringen, möchte man meinen. Wäre eigentlich logisch.

Der BLB-Hinweis:   Nein, der Bundesfinanzhof sieht das anders. Unabhängig davon kann man mit der geerbten Immobilie natürlich auch eigene Verluste realisieren.
 

Wenn jemand sein Haus oder die Wohnung an nahe Familienangehörige vermietet, sollte er einen Mietpreis von mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete fordern, sonst hat er steuerliche Nachteile zu befürchten.

Der BLB-Tipp:   Üblicherweise wird dazu der ortsübliche Mietspiegel herangezogen, aber es gibt auch andere Möglichkeiten, das Finanzamt von der ortsüblichen Miete zu überzeugen – so z. B. die Höhe der Miete anderer Wohnungen im selben Haus.

Auch Kinder können straffällig werden. Die Gerichts- und Anwaltskosten sind dann von den Eltern zu tragen. So etwas kommt vermutlich nicht allzu oft vor, so dass man es außergewöhnlich nennen und geneigt sein könnte, es als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung unterzubringen.

Der BLB-Tipp:   Zwar hat das Hessische Finanzgericht dies abgelehnt, aber das letzte Wort zu dem Thema ist noch nicht gesprochen, denn beim Bundesfinanzhof ist dazu ein Revisionsverfahren anhängig. Wir behalten das für Sie im Auge.