Um die Frage, ob ein Arbeitnehmer täglich eine regelmäßige erste Tätigkeitsstätte aufsucht oder auswärts tätig ist, wird für bestimmte Berufsgruppen immer wieder vor den Finanzgerichten gestritten, auch für die Fahrten zur Feuerwache.

Der BLB-Tipp:   Sollten Sie Feuerwehrmann sein, dann aufgemerkt. Ein aktuelles Urteil spricht von Auswärtstätigkeit, die ja steuerlich günstiger ist. Die Steuerwehr, also wir, halten gern die Uhr für sie an, bis der Bundesfinanzhof Klarheit schafft.

Einen - steuerlich durchaus interessanten - zweiten Haushalt am Arbeitsort kann man nur haben, wenn man auch einen ersten Haushalt hat. Das geht in der Regel nicht, solange man noch bei den Eltern wohnt. Ausgeschlossen ist es jedoch nicht.

Der BLB-Tipp:   Wer – z. B. im Dachgeschoss des Elternhauses – seinen eigenen kleinen Haushalt führt und sich an den laufenden Hauskosten und Hausarbeiten beteiligt, hat gute Karten. Mal den Mülleimer raustragen reicht allerdings nicht.

Das ist gar nicht so selten: Als Neugeborenes wird man getauft, weil es Gang und Gäbe ist, dann fallen die Eltern vom Glauben ab, gehen nicht in die Kirche und das Kind ebenfalls nicht. Plötzlich aber wird – auch rückwirkend – Kirchensteuer fällig.

Der BLB-Tipp:   Wer nicht ganz sicher weiß, dass er nicht getauft wurde, sollte sich eine Auskunftsperson suchen, die er dazu befragen kann. Um für die Zukunft aus der Kirchensteuerpflicht heraus zu kommen, hilft nur der Kirchenaustritt.
 

Wenn sich der Kinderwunsch aus medizinischen Gründen nicht auf normalem Weg erfüllt, bleibt meist nur der Versuch künstlicher Befruchtung. Was die steuerliche Anerkennung der hohen Kosten angeht, ist die Rechtslage leider unübersichtlich.

Der BLB-Tipp:   Immerhin gibt es freundliche Urteile diesbezüglich. Ob die aber bundesweit Geltung erlangen, hat noch der Bundesfinanzhof zu entscheiden. Bis das geschehen ist, halten wir für Betroffene per Einspruch gern die Uhr an.
 

Nicht selten dauert es Jahre, bis bestimmte, immer wieder diskutierte Fragen auf dem Rechtsweg hin- und hergeschoben werden, so auch die Frage, ob man die Kosten für eine Erstausbildung nicht irgendwann steuerlich geltend machen kann.

Der BLB-Tipp:    Nun bitte nicht mehr darüber nachdenken, denn nun herrscht endlich Klarheit, das Bundesverfassungsgericht hat das letzte Wort in dieser Sache gesprochen: Nein, die Kosten für die Erstausbildung sind steuerlich kein Thema.
 

Wer im Eigenheim ein Arbeitszimmer für berufliche Zwecke eingerichtet und die Kosten steuerlich geltend gemacht hat, hat sich bei einem Verkauf des Hauses die Frage zu stellen, wie das mitverkaufte Arbeitszimmer steuerlich zu behandeln ist.

Der BLB-Tipp:   Überhaupt nicht, meint das Kölner Finanzgericht. Andere meinen etwas anderes. Wer dazu gern Gewissheit haben möchte, sollte die Entscheidung des Bundesfinanzhofes abwarten.